
Es gibt hier drei Möglichkeiten:
1. fristgerecht zum Ende des laufenden Versicherungsjahres.
2. außerordentlich aufgrund der Beitragserhöhung.
3. außerordentlich aufgrund des Schadens vom ________ .
Bitten Sie in dem Schreiben immer um eine Kündigungsbestätigung.
Am besten die Versicherungsverträge per Einschreiben kündigen, keinesfalls per
E-Mail.
Nach Erhalt der Kündigungsbestätigung können Sie einen neuen Versicherungsvertrag abschließen.
Wir haben ein Kündigungsschreiben für die Versicherung für Sie vorbereitet, gerne können Sie sich
das PDF Dokument ausdrucken.
Die Risikolebensversicherung (RLV) zahlt im Todesfall eine vereinbarte Versicherungssumme an deine
Hinterbliebenen oder den festgelegten Bezugsberechtigten. Es wird kein Sparkapital aufgebaut – im Gegensatz zur
Kapitallebensversicherung. Dafür erhältst du viel Absicherung für vergleichsweise wenig Beitrag.
Tipp: Lege Summe, Laufzeit und Bezugsrecht bewusst fest – und vergleiche Tarife nach Gesundheitsfragen,
Raucherstatus und Restschuldversicherung.
Beiträge hängen stark von Anbieter, Alter, Gesundheit und Summe ab. Ein Vergleich kann mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.
Wichtiger als der Preis allein: passende Vertragslaufzeit, Widerruf bei Diagnosen und klare Bezugsregelung.
Typische Situationen:
- Familie mit Kindern: Ausfall des Hauptverdieners – gesetzliche Hinterbliebenenrente oft erst nach Wartezeit und in begrenzter Höhe
- Immobilienkredit: Darlehen tilgen, damit Partner/Kinder im Haus bleiben können
- Business / Gesellschafter: Absicherung von Firmenkrediten oder Nachfolge (je nach Struktur)
- Eltern mit Unterhaltspflicht: finanzielle Stütze für Angehörige
Stirbst du nach Vertragsende, gibt es keine Todesfallleistung – die Police ist reine Risikovorsorge, keine Altersvorsorge.
Risikolebensversicherung: nur Todesfallschutz, günstiger Beitrag, hohe Summe möglich.
Kapitallebensversicherung: Todesfall plus Rückkaufswert/Sparen – teurer, heute oft durch ETF-Sparpläne + RLV ersetzt.
Sterbegeldversicherung: kleine Summe für Bestattungskosten – ergänzt, ersetzt keine Familien- oder Kreditabsicherung.
Sterbegeldversicherung separat betrachten.
Berufsunfähigkeit deckt Verlust des Berufseinkommens bei Krankheit/Unfall ab –
BU-Versicherung und RLV ergänzen sich.
Orientierung (vereinfacht):
- 3–5 × Jahresbruttoeinkommen für Familien mit Kindern
- Restschuld + 1–2 Jahre Fixkosten bei Immobilienkredit (z. B. 200.000 € Darlehen + Puffer)
- sinkende Summe bei Restschuldversicherung: Die Versicherungssumme passt sich der abbezahlten Kreditschuld an
Zu niedrige Summen lassen Hinterbliebene in die Finanznot – zu hohe Summen treiben den Beitrag unnötig.
Die Police sollte mindestens so lange laufen, wie die finanzielle Verpflichtung besteht (Kreditende, Kinder selbstständig).
Dynamik: Beitrag und Summe steigen jährlich mit – sinnvoll bei steigendem Einkommen, teurer über die Jahre.
Beitragsfaktoren: Alter, Geschlecht (Unisex-Tarife seit 2012 für Neuverträge), Raucherstatus, Gesundheit, Beruf, Summe, Laufzeit.
Überschüsse werden oft zur Beitragsreduzierung genutzt, nicht als Auszahlung.
Du bestimmst, wer im Todesfall die Summe erhält (Ehepartner, Kinder, Bank bei Abtretung).
Überkreuz-Versicherung (Ehepaare): Jeder Partner versichert den anderen und zahlt den eigenen Beitrag.
Leistung geht direkt an den überlebenden Partner – oft ohne Erbschaftsteuer auf die Versicherungssumme (Zustimmung des Partners nötig).
Ohne Bezugsrecht fließt die Summe in den Nachlass und kann erbschaftsteuerpflichtig sein.
Banken verlangen bei Immobilienfinanzierung oft eine Risikolebensversicherung oder Restschuldversicherung.
Die Summe sinkt mit der Restschuld – du zahlst nicht dauerhaft für eine zu hohe Deckung.
Abtretung: Die Bank kann als Bezugsberechtigte eingetragen werden, bis der Kredit getilgt ist – danach Bezugsrecht an Partner ändern.
Vor Abschluss folgen Gesundheitsfragen; bei hohen Summen oder Vorerkrankungen ärztlicher Fragebogen oder Bluttest.
Ehrliche Angaben sind Pflicht – sonst Leistungsfreiheit im Schadenfall.
Raucher zahlen deutlich mehr. Nach mindestens 12 Monaten ohne Nikotin (je nach Vertrag) kann Umgruppierung auf Nichtraucher-Tarif möglich sein.
Manche Tarife bieten Beitragsbefreiung bei schwerer Krankheit oder optionales Widerrufsrecht bei bestimmten Diagnosen (teurer).
Beiträge: Als Vorsorgeaufwand oft steuerlich begünstigt (Höchstbetrag beachten, z. B. über Sonderausgaben/Altersvorsorge je nach Veranlagung).
Leistung: Bei Auszahlung an Ehepartner/Lebenspartner mit Überkreuz-Modell meist keine Erbschaftsteuer auf die Summe.
Andere Bezugsberechtigte: Freibeträge und Steuerklassen beachten – Steuerberater hilft bei größeren Summen.
Keine Steuerberatung – Details hängen von deinem Einzelfall ab.
- Tod durch vorsätzliche Straftat des Versicherten
- Suizid in den ersten Vertragsjahren (oft Karenzzeit 1–3 Jahre, danach Deckung)
- Falschangaben in der Gesundheitsprüfung
- Tod nach Vertragsende oder bei nicht gezahlten Beiträgen
Verbindlich sind die Versicherungsbedingungen deines Tarifs.
Beispiel grob (stark vereinfacht, Nichtraucher, gute Gesundheit):
- 30 Jahre, 100.000 € Summe, 25 Jahre Laufzeit: oft etwa 8–15 € pro Monat
- 500.000 € Summe: entsprechend höher – Gesundheit und Raucherstatus entscheiden stark
Im Rechner oben siehst du konkrete Angebote für deine Angaben.
Kann ich die Police kündigen? Ja, meist monatlich kündbar nach Ablauf der ersten Laufzeit – Bedingungen prüfen.
Was passiert bei Scheidung? Bezugsrecht und Abtretung anpassen; Überkreuz-Verträge neu ordnen.
Einzel- vs. gemeinsame Police für Paare? Zwei Einzelverträge mit Überkreuz oft steuerlich und flexibler als eine gemeinsame Police.
Brauche ich zusätzlich Unfallversicherung? Unfall zahlt bei Invalidität, RLV nur bei Tod – ergänzend, nicht gleichwertig.
- Passende Versicherungssumme und Laufzeit (Restschuld optional)
- Bezugsrecht / Überkreuz für Ehepaare
- Gesundheitsfragen und Raucherstatus korrekt
- Dynamik ja/nein
- Abtretung an Bank bei Finanzierung
- Optionen: Beitragsbefreiung, Widerruf bei schwerer Krankheit