
Als Selbstständiger, Freiberufler oder Unternehmer trägst du unternehmerische Risiken selbst –
ohne Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Firmenschutz bedeutet praktisch: dein Betrieb ist gegen
Haftpflicht- und Sachschäden abgesichert, damit ein einzelner Vorfall nicht die Existenz gefährdet.
Tipp: Die Betriebshaftpflicht ist für fast jedes Gewerbe unverzichtbar; Inhalts- und
Betriebsunterbrechungsversicherung schützen Gebäude, Einrichtung und Einnahmen.
Versicherer bewerten Branchen und Risiken sehr unterschiedlich. Deckungssummen, Umwelthaftpflicht und Zusatzbausteine
variiieren – ein Vergleich spart oft Beitrag und schließt Lücken. Bei komplexen Berufen (z. B. Arzt, Architekt, Steuerberater)
ist oft eine Berufshaftpflicht nötig; für viele Tarife nutze unser Kontaktformular.
Du haftest, wenn dein Betrieb anderen Personen- oder Sachschäden zufügt – z. B. Kunde stolpert,
Handwerker beschädigt Nachbargrundstück, Produkt verursacht Folgeschaden.
Gesetzlich Pflicht für einige Berufe (u. a. Steuerberater, Rechtsanwalt, Notar, Wirtschaftsprüfer);
für andere dringend empfohlen (Handwerk, Handel, Freiberufler).
Sinnvolle Orientierung: mindestens 3 Mio. € Personenschäden, 1 Mio. € Sachschäden
(oft höher je Branche). Umwelthaftpflicht sollte enthalten sein (z. B. ausgelaufenes Heizöl, Schadstoffe).
Die Privathaftpflicht deckt private Schäden – nicht dein Gewerbe.
Berufshaftpflicht: Schützt vor Ansprüchen aus fachlichen Fehlern (Planungsfehler, falsche Beratung).
Betriebshaftpflicht: Schützt vor betrieblichen Risiken am Betrieb (Laden, Werkstatt, Besucher).
Viele Selbstständige brauchen beides – je nach Tätigkeit.
Vergleichbar mit der Hausratversicherung, aber für Gewerbe: Möbel, Maschinen, Waren, EDV in deinen Räumen.
Typische Gefahren: Feuer, Blitz, Explosion, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Sturm/Hagel – optional Elementar
(Überschwemmung, Erdrutsch). Erstattung meist nach Neuwert (Waren: Wiederbeschaffung/Herstellungskosten).
Die Versicherungssumme sollte den realen Neuwert deiner Einrichtung und Vorräte abdecken – Unterversicherung führt im Schadenfall zu Kürzungen.
Brennt es oder wäut ein Sturm, steht der Betrieb still – Fixkosten und Gehälter laufen weiter.
Die Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt entgangenen Gewinn und laufende Kosten (je nach Tarif).
Klein-BU: oft bis 1 Mio. €, gebunden an die Inhaltsversicherung, gleiche Summe.
Groß-BU: höhere Summen, teils unabhängig; kann Mehrkosten (Schichtarbeit, Miete Ersatzräume) abdecken.
Sinnvoll kombiniert mit Sachversicherung – ein Brandschaden ohne BU kann existenzbedrohend sein.
Neben Firmenschutz brauchst du persönliche Absicherung: Kein Arbeitgeber zahlt bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit.
- Berufsunfähigkeitsversicherung – Einkommen, wenn du nicht mehr arbeiten kannst
- Krankentagegeld / private Krankenversicherung – Einkommen bei längerer Krankheit
- Altersvorsorge (Rente, Rürup, Kapital) – später selbst verantwortlich
Existenzgründung: Versicherungen früh planen – nicht erst, wenn der erste Schaden droht.
Verbindlich sind die Bedingungen deines Vertrags.
Haftpflicht: Kunde rutscht in deinem Laden aus und verletzt sich – Behandlungskosten und Schmerzensgeld.
Inhalt: Rohrbruch zerstört Lager und EDV – Wiederbeschaffung und Aufräumen.
BU: Brand legt Produktion lahm – Versicherer zahlt Fixkosten und entgangenen Gewinn (tariflich).
- Betriebshaftpflicht: Summe, Umwelt, weltweite Deckung, Subunternehmer
- Berufshaftpflicht bei freien Berufen (Pflicht?)
- Inhaltsversicherung: Summe, Elementar, EDV/Waren getrennt bewerten
- Betriebsunterbrechung: Feuerkennziffer, Groß-BU, Karenzzeit
- Selbstbeteiligung und Ausschlüsse (Cyber, Produkthaftung ggf. Zusatz)